Die “Action pour la vie et contre l’euthanasie“ stellt ihre Bürgerinitiative ein.
Dank an die Unterzeichner
Das Euthanasiegesetz wurde am 18. Dezember 2008 vom Luxemburger Parlament mit 31 Ja-Stimmen, 26 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen angenommen. Das Palliativgesetz wurde einstimmig angenommen und harrt „nur noch“ der Ausführungsbestimmungen.
Das Aktionsbündnis „Euthanasie: NEEN! – Palliativ: JO!“ – „Action pour la vie et contre l’euthanasie“ sieht seine Arbeit in der jetzigen Phase als abgeschlossen an und tritt mit vorliegendem Schreiben zum letzten Mal an die Öffentlichkeit.
An erster Stelle gilt es, den 7.444 Personen zu danken, die sich mit dem nun gesetzlich vollzogenen Tabubruch nicht abfinden wollten und sich öffentlich und mit vollem Namen der Aktion angeschlossen hatten. Ihre Hoffnung, das Gesetz könnte im Zeitraum zwischen den Abstimmungen verhindert werden, ist enttäuscht worden. Zu einem Zeitpunkt wo außer der katholischen Kirche und dem „Collège médical“ kein anderer gesellschaftlicher Akteur den Einspruch gegen den Gesetzesentwurf gewagt hatte, sind die Unterschriften ein unverkennbares Zeichen wider das unvorstellbare „Mainstreaming“, das sich in Sachen Euthanasie der Luxemburger Gesellschaft bemächtigt hat.
Gerne möchten wir all denen, die unsere Aktion mitgetragen haben, folgenden Satz von Vaclav Havél mit auf den Weg geben: „Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht."
Informationsarbeit und Dialog.
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